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Sieben Fragen an Marieluise Beck

Kigi news: Wie setzt das Jungendministerium das Motto „Kinder reden-Erwachsene hören zu“ um?
Marieluise Beck: Wir haben bei uns im Ministerium einen Kinder- und Jugendplan. Dieser ist das Dach für ganz unterschiedliche Projekte, die wir finanzieren. Zum Beispiel auch solche Zusammentreffen wie hier. Wir versuchen immer mit den Ländern zusammen zu arbeiten, weil sie für die Jugendarbeit zuständig sind. Weil Kinder und Jugendliche sich verändern, muss man auch das Programm verändern.
Kigi news: Wieso sind die Kinderrechte nicht im Grundgesetzt verankert?
Marieluise Beck: Ich glaube, dass man 1949, als das Grundgesetzt geschrieben worden ist, noch viel weiter weg war von den Gedanken, dass Kinder mitreden könnten. Das war eine Zeit, wo nur die Erwachsenen geredet haben.
Kigi news: Welche Gründe sehen Sie für das Wahlrecht ab 16?
Marieluise Beck: Wir haben eine Verschiebung in der Alterszusammensetzung in unserer Bevölkerung, sodass immer mehr alte Menschen wählen und ihre Interressen sehr gut vertreten können. Junge Menschen können ihre Interessen immer weniger vertreten. Also lohnt es sich, die Altersgruppe der 16-jährigen noch mit rein zu nehmen.
Kigi news: Warum gelten für Füchtlingskinder keine Kinderrechte?
Marieluise Beck: Weil Deutschland bei der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtrechtskonvention einen Vorbehalt ausgesprochen hat, dass diese Rechte nicht für Flüchtlingskinder gelten sollen.
Kigi news: Warum sind Flüchtlingskinder nicht schulpflichtig?
Marieluise Beck: Sie sind schon schulpflichtig. Die Frage ist nur, ob bei uns alle Schulen Flüchtlingskinder nehmen. Aber in der Regel gehen Flüchtlingskinder in die Schule.
Kigi news: Jugendarbeit erhält viel Zustimmung, wieso werden die Zuschüsse dann gekürzt?
Marieluise Beck: Weil wir aus der Staatskasse nicht alles finanzieren können, was notwendig ist. Es wird in allen Bereichen gekürzt.
Kigi news: Unterscheiden sich die Fragen der Kindern von denen, die Ihnen Erwachsenen stellen?
Marieluise Beck: Ja, ich glaube schon, dass Kinder stärker als Erwachsene nach dem Guten in der Welt fragen und das viel grundsätzlicher tun als Erwachsene.
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