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Interview mit Börje Wichert vom Bündnis 90/Grüne, Kreisverband Ennepe-Ruhr
Kigi news: Was war ihre Motivation, als Experte am Kigi teilzunehmen?
Börje Wichert: Ich wollte, dass Kinder und Jugendliche nicht passiv vor der Glotze hocken und babbeln, sondern sich auch um Zukunftsthemen kümmern.
Kigi news: Wie reagieren Sie, wenn Kinder eine andere Meinung haben als Sie?
Börje Wichert: Naja, gut, das ist dann halt 'ne andere Meinung. Und damit muss man leben.
Kigi news: Gab es Stellen im Workshop, in denen Sie selbst als Experte überrascht waren?
Börje Wichert: Ja, auf jeden Fall. Ich bin total überrascht, wie gut die Teilnehmer im Thema drin sind. Sie wissen detailreich, was z.B. in Ruanda gelaufen ist. Als dieser Völkermord war, waren sie ja noch sehr jung. Das hat micht total überrascht.
Kigi news: Was ist Ihnen im Workshop sehr positiv aufgefallen und was sehr negativ?
Börje Wichert: Positiv ist mir aufgefallen, dass sich absolut alle regelmäßig beteiligt haben. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich die Leute nur volllabern müsste. Negativ ist mir nix aufgefallen. Und positiv ist mir noch aufgefallen, dass es Gummibärchen gab!
Kigi news: Wie stehen sie zum Irakkrieg?
Börje Wichert: Der Irakkrieg war absolut unnötig. Er ist aus dem durchsichtigen Motiv durchgeführt worden, dass man an die Ölquellen rankommen wollte und jetzt sehen wir was das für ein Desaster ist.
Kigi news: Hat sich Deutschland in irgendeine Weise an den Krieg beteiligt? Auf welche Weise?
Börje Wichert: Deutschland ist natürlich Nato-Mitglied. Insofern hat sich Deutschland nicht aktiv daran beteiligt. Und es wäre auch sicherlich völlig unverhältnismäßig gewesen, dafür die Nato-Mitgliedschaft aufzugeben. Dadurch wären ganz neue Probleme entstanden und keinem wäre geholfen.
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