Der Kindergipfel 2004  Kinder reden - Erwachsene hören zu! Der Kindergipfel 2004  Kinder reden - Erwachsene hören zu! - Wir machen Politik von morgen!
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  Interview mit Heidi Scholz vom Jugendamt Dortmund

Heidi Scholz ist Mitarbeiterin des Jugendamtes der Stadt Dortmund und hat den Kindergipfel mitorganisiert.

Kigi news: Welche Erwartungen haben Sie an den Kindergipfel?
Heidi Scholz: Meine Haupterwartung ist, dass die Kinder und Jugendlichen nach vier Tagen nach Hause fahren und sagen: „Es war einfach toll in Dortmund. Wir haben ganz viel erarbeitet und in die Politik einbringen können. Und Dortmund ist eine schöne Stadt.“

Kigi news: Werden Sie auch einen Kindergipfel auf regionaler Ebene durchführen?
Heidi Scholz: Wir haben etwas ähnliches wie einen regionalen Kindergipfel, das sich „Doforum“ nennt. Das ist ein Beteiligungsprojekt, in dem sich Kinder direkt an die Politik wenden können. Wir werden da mit Sicherheit noch weiter arbeiten.

Kigi news: Denken Sie, dass durch den Kindergipfel die Aufmerksamkeit für Kinderinteressen größer wird?
Heidi Scholz: Also, in Dortmund ist sie schon recht groß, aber sie kann natürlich nicht groß genug sein.

Kigi news: Denken Sie, dass das Medieninteresse für Kinderbeteiligungsprojekte steigt?
Heidi Scholz: Das will ich doch hoffen, denn wir haben ja heute gesehen, dass das Medieninteresse sehr groß ist. Die Beteiligungsprojekte, die wir machen, sind bei der Dortmunder Presse immer sehr gut angekommen.

Kigi news: Was halten Sie von Jugendparlamenten?
Heidi Scholz: Mit Jugendparlamenten ist es natürlich immer eine ganz schwierige Sache. Das hat natürlich auch immer mit der Größe einer Stadt oder eines Dorfes zu tun. Man muss sehr individuell entscheiden, welche Art der Kindermitbestimmung sinnvoll ist.

Kigi news: Wie setzen Sie persönlich das Motto des Kindergipfels „Kinder reden, Erwachsene hören zu“ um.
Heidi Scholz: Da Partizipation mein Arbeitsbereich ist, denke ich, dass ich recht fit im Zuhören bin und danach agieren kann.

Kigi news: Wie ist Ihre Meinung zum Wahlrecht ab 16?
Heidi Scholz: Sehr gut. Jugendliche ab 16 sollten wählen gehen können. Wir vom Jugendamt unterstützen dies massiv, zum Beispiel durch die Kampagne „Wahl ab 16“. Wir machen uns stark dafür, dass Jugendliche zur Wahl gehen. Sie sollten aber auch wissen, warum sie zur Wahl gehen.

Kigi news: Denken Sie nicht, dass sich viele Jugendliche nicht für Politik interessieren?
Heidi Scholz: Natürlich wird es immer desinteressierte Jugendliche geben, aber es gibt auch desinteressierte Erwachsene. Nur wenn schon Kinder und Jugendliche Beteiligung lernen, werden sie auch als Erwachsene aktiv an der Politik beteiligen.

Kigi news: Was halten Sie denn vom Elternwahlrecht?
Heidi Scholz: Das ist eine schwierige Frage. Da habe ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht. Deshalb kann ich leider noch keine Meinung dazu äußern.

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