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Eine Kritik zu den Diskussionsrunden
Kommentar:
Habt ihr in der 2. Diskussionsrunde einmal Herrn Rapkay beobachtet?
Ich fand es einfach nur köstlich, wie er sich an den Gesprächen beteiligt hat. Das eine Mal spielte er mit seiner Krawatte, das andere mal popelte er in seinem Ohr und ein weiteres mal betrieb er Fingergymnastik. Daran sieht man, dass dieser Herr zwar den Fragen und Antworten rede stand, ihn die Forderungen der Kinder aber nicht sonderlich mitgerissen haben.
Meiner persönlichen Meinung nach kommen einige Politiker nur zu Jugendveranstaltungen, um den Eindruck zu erwecken, dass sie sich für die Kinder einsetzen und dann vielleicht heute oder morgen ein guter Artikel in der Zeitung steht. Diese Alibifunktion erkennt man auch daran, dass sich viele Abgeordnete ganz geschickt aus konkreten Fragen herausreden die von Kindern oder Jugenlichen gestellt werden.
Hier ein kleines Beispiel meinerseits:
Ich führte ein Interview mit Frau Marieluise Beck und fragte sie, warum die Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert seien. Sie antwortete mir, dass man 1949 noch nicht so weit war, was die Beziehungen in Sachen Kinderbeteiligung betreffen. Doch das Grundgesetz kann man auch noch heutzutage ändern, oder nicht?
Dies bestätigt meine Vermutungen. Die meisten Forderungen werden sowieso nicht ganz ernst genommen und wandern in den Aktenschrank.
Ich will euch mit dieser kritischen Sicht nicht den Mut nehmen, denn Hartnäckigkeit lohnt sich.
Enrico aus dem Kinderpressezentrum
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